Mittwoch, 18. August 2010

Pax Europa veranstaltet "Bürgerprotest"

Am vergangenen Montag fand um 19 Uhr die erste angemeldete Demonstration gegen die geplante Salafisten-Schule in Mönchengladbach - Eicken statt. Nachdem in der letzten Woche bereits eine Kundgebung, mit etwa 30 Teilnehmern, aufgelöst wurde und auch die NPD am 14.8. eine Mahnwache veranstaltete, gelang es jetzt erstmals eine etwas mehr beachtete Kundgebung auf die Beine zu stellen. Es gab zwar weder Redebeiträge noch Flyer zum Thema, doch trotz allem erschienen etwa 250 Personen aus den unterschiedlichsten Lagern. Die größte Gruppierung machte hier wohl die Anzahl der BeobachterInnen aus, neben etwa 30 Antifa-AktivistInnen waren viele Menschen von SPD/Jusos und der Linken dort. Der Versuch die Demonstration nicht in Extremistische Kreise abdriften zu lassen scheiterte schon mit der Anmeldung, denn angemeldet wurde sie von Gabi Schmidt, laut eigener Aussage dem Islamfeindlichen Verein Bürgerbewegung Pax Europa nahestehend.[1] Natürlich blieben dem Treiben auch andere Gruppierungen nicht fern, so machten etwa 6 Mitglieder der NPD mit einem inhaltlich sehr wertvollem "Ja, watt denn. Ja, watt denn." auf sich aufmerksam. Auch die rechtsextreme Organisation Pro NRW war mit einigen Mitgliedern vor Ort. Unter anderen war der Jugendbeauftrage der Pro NRW Jugend Gereon Breuer zu Gast.


Gereon Breuer



Auch die Salafisten aus der betreffenden Moschee kamen etwas später zur Demonstration. Verstärkt duch ihren Chef, Muhammed Ciftci, begannen sie damit, auf die Leute einzureden um den "wahren Islam" zu predigen. Die Salafisten versuchten vor allem sich rauszureden und sich als verfassungskonform darzustellen. Auf die Frage eines Anwohners warum die Anhänger Muhammed Ciftcis ihre Frauen nicht mitgebacht hätten, hieß es, die Frauen seien durch die Stimmungsmache verängstigt. Alleine in dieser Aussage wird schon das Verhältnis von Frau und Mann im Weltbild der Jünger Ciftcis deutlich. So ist die Frau natürlich verängstigt, der Mann aber kann den Mut aufbringen sich denen die sich ihm entgegen stellen zu widersetzen.


Muhammed Ciftci



Der Bürgerprotest selbst war selbstverständlich durchzogen von Ressentiments und Unwissen. Wie auch in den Kommentarspalten der RP-Online war hier mehr als oft von Ausländern und von Türken die Rede, die Tatsache das viele Anhänger Ciftcis deutsche Konvertiten sind, war ziemlich egal. Ein Anwohner ging dann auch dazu über "den Ausländern" zu erklären, das sie nur Gäste seien und sich auch als solche zu benehmen hätten. In seiner Blut und Boden Theorie vergaß der gute Herr doch das es sich bei dem Islam um eine Religion und nicht um eine konstruierte ethnische Zugehörigkeit handelt.
Alles in Allem sprach mir dann doch ein Plakat aus dem Herzen:




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